
Diese Frage stellen sich immer mehr Pferdebesitzer. Oft steht nicht nur das Wohl des Pferdes hierbei im Vordergrund, auch der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle. Denn „nur Ausschneiden“ ist beim Schmied natürlich billiger als ein Beschlag.
Hierbei solltest du unbedingt bedenken, dass nicht jeder Schmied die komplexen Zusammenhänge im Huf bei der Bearbeitung beachtet. Häufig (aber nicht immer!) werden die Hufe so bearbeitet, als würde ein Eisen drunter genagelt. Das kann zu Problemen führen, die du durch das Hinzuziehen von Fachleuten verhindern kannst, welche sich auf die Pflege von Barhufpferden spezialisiert haben.
Von Natur aus kann so gut wie jedes Pferd barhuf laufen, abhängig von der Nutzung und eventuellen körperlichen Gegebenheiten. Dass hierfür ein funktionaler Huf benötigt wird, steht natürlich außer Frage! Zwei Gründe sprechen allerdings in meinen Augen für einen Abriebschutz: Zum Einen, wenn das Pferd viel auf Asphalt oder anderen abriebstarken Böden unterwegs ist und der Abrieb stärker als das Hufwachstum ist (z.B. Kutsch- und Wanderreitpferde). Der andere Grund ist eine orthopädische Notwendigkeit; diese sollte jedoch nach Abheilen des Schadens auch wieder „rückgebaut“ werden.
Wichtig: je nachdem, wie lange das Pferd beschlagen war und wie der allgemeine Hufzustand ist, kann es sein, dass man bei einer Umstellung mit Zwischenlösungen wie Hufschuhen oder einem Klebebeschlag arbeiten muss. Auch klappt es in der Regel nicht, beschlagenen Pferden die Eisen abzunehmen und sie im Umstellungsprozess exakt gleich wie vorher zu nutzen. Hier ist Management und oft auch Geduld durch den Besitzer oder die Besitzerin gefragt! Leider scheitern viele Umstellungsversuche an diesem Punkt und die Pferde bekommen nicht die Zeit, die sie benötigen.
Überlegst du, deinem Pferd die Hufeisen abnehmen zu lassen? Oder bist du unsicher, ob eine Umstellung für dein Pferd in Frage kommt? Nimm Kontakt zu mir auf und buche ein unverbindliches Beratungsgespräch bei dir im Stall!

